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About

 Mijn werk wordt gekenmerkt door de wisselwerking tussen enerzijds natuurkrachten en anderzijds datgene wat de mens construeert. Daardoor ontwikkelt zich een herhalende cyclus van ontstaan en vergaan: de mens gebruikt de natuur die hem helpt bij zijn scheppende werk maar geleidelijk aan neemt de natuur terug wat de mens haar heeft ontnomen. Dit zich herhalend proces geeft een structuur die de mens zowel kracht als zwakte geeft.

 

Achtergrond van mijn werk

Het gaat om de kringloop van de tijd: Verwoesting, stilte, ontstaan en opbouw.In mijn werk wat ik voltooid heb (verwoesting) gaat het om de kwetsbaarheid van solide gebouwen die ooit eerder door de mens zijn opgericht. Gebouwen die in elkaar storten, gesloopt of verwoest worden, of achtergelaten vehikels die uiteenvallen b.v. in een verlaten bos.Ik ben nu bezig met de kracht van de natuur die het verval overwoekert. Alles komt weer tot leven door de kracht van de natuur. Momenteel verdiep ik mij in het gegeven dat ook de natuur schade kan aanrichten. Ik beperk mij tot verstrengeling van takken en wortels, wortels die alles kunnen doorboren wat de mens heeft opgericht.

Het is de realiteit die ons dagelijks bestaan bedreigt maar tegelijkertijd ook een uitdaging

 


Der Mensch bedient sich der Natur, die ihm sozusagen bei seinem Schaffen hilft, jedoch nimmt sich die Natur allmählich das wieder zurück, was der Mensch ihr genommen hat. Dieser sich wiederholende Prozess gibt der Menschheit ihre Struktur, die ihm sowohl Kraft verleiht als auch schwächt.

 

 

Hintergrund meiner Arbeit

 

In meiner Arbeit geht es um den Kreislauf der Natur: Verwüstung, Stille, Neuentstehen und  Aufbau (von Gebäuden). In meiner Arbeit, die ich bereits abgeschlossen habe, geht es um die Fragilität von soliden Gebäuden, die der Mensch irgendwann erbaut hatte. Gebäude, die zusammenfallen, abgerissen oder verwüstet wurden. Oder auch Fahrzeuge, die auseinanderfallen z.B. in einem verlassenen Wald.

Ich beschäftige mich derzeit mit der Kraft der Natur, die den Verfall überwuchert.  Durch die Kraft der Natur entsteht wieder neues Leben. Momentan vertiefe ich mich damit, dass die Natur auch Schaden anrichten kann. Ich beschränke mich auf Zweige sowie Wurzeln und deren Verflechtungen, Wurzeln die alles, was der Mensch erbaut hat, durchbohren können.

Es ist die Realität die unser alltägliches Leben bedroht, aber gleichzeitig bedeutet sie auch eine Herausforderung.

 



In den Arbeiten von Benita Mylius geht es um Zerstörung sowie Wiederaufbau, das Entstehen neuen Lebens und die Regeneration der  Natur. Die Bilder sind eindringlich und geheimnisvoll, die Pinselführung kraftvoll und impulsiv. Es sind Aufnahmen von Phasen der Mutation: Danach ist nichts mehr wie es war. Das zerfallene Alte macht Platz für neue Keime.Schon in Mylius‘ früheren Werken ging es vor allem um den Kreislauf von Werden und Vergehen, der sich dem Betrachter offenbart. Es geht ihr darum,  das Bewusstsein davon in sich selbst und in anderen zu wecken und dieser Appell ist in ihren jüngsten Bildern noch eindringlicher. Dem Betrachter dieser Bilder wird bewusst, dass die Vernetzungen der Natur, etwa wie in Bäumen und Gestrüpp, vergängliche Dinge und Ereignisse verschlucken und neues Leben ermöglichen. Wir werden in geheimnisvolle Landschaften gelockt, die bei näherem Hinsehen noch nicht ihre vollständige Harmonie zurückerlangt haben, sondern hier und da noch gespenstische Relikte von Zerfall oder Zerstörung erahnen lassen.

Für die Arbeiten von 2015 kam die Inspiration vor allem aus Chatillon, wo verschrottete Fahrzeuge aus Kriegszeiten von der Natur überwuchert wurden. Benita Mylius weiß nicht nur auf unübertreffliche Weise diese Stimmung von Zeitabschnitten, die nicht mehr zurückzurufen sind, festzuhalten, sie malt sie auf eine scheinbar nachlässige, expressionistische Manier.Ihre Werke erinnernan die Jungen Wilden aus den 80er Jahren, Rainer Fetting oder Bernd Zimmer, wo zu jener Zeit alles wieder erlaubt war und mit frischem Schwung und neuer Triebkraft gemalt wurde.

„Die inspirierende Tatkraft, die Farbe impulsiv, aber nicht ohne Gefühl auf die Leinwand zu bringen, kann ich nicht abrufen. Manchmal muss ich Tage warten“. Das Ergebnis steht nie von vornherein fest. Dieser Vorgang ähnelt mehr einem Gefecht als der Schöpfung von Schönem. Es geht um eine Verwicklung der Künstlerin mit ihrem Werk, die beinahe körperlich ist. Dabei lassen die Bilderklassische Fachmannschaft erkennen, mit Kenntnis von Farbe, Form und Rhythmus. Sie erfüllen alle Normen von Ästhetik und Formalität. Und darum wird die Geschichte auch so eindringlich. Man spürt die Schönheit im Verfall und erahnt die Kraft des Neubeginns. Darüber geht das Werk von Benita Mylius.

Franz Rauch, Berlin